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JOBPROFILE
Schauspiel
Die meisten können sich darunter etwas vorstellen. Im Gegensatz
zum
Profitheater bieten die UNIVERSITY PLAYERS jedoch die Möglichkeit,
ohne
vorherige Bühnenerfahrung erste Schritte auf den weltbedeutenden
Brettern zu
machen. So manche (ehemalige) Mitglieder sind so vom Bühnenfieber
gepackt
worden, dass sie sich entschlossen haben, eine Schauspielschule zu
besuchen.
Regie
ist eine ausgesprochen zeitraubende Aufgabe, für die man
Durchhaltevermögen,
Phantasie und ein hochentwickeltes Gespür für
bühnenwirksames Geschehen
benötigt. Diese Fähigkeiten erwirbt man sich vor allem durch
Erfahrung.
Daher rekrutieren sich unsere Regisseure in erster Linie aus
langjährigen
Mitgliedern, die diese Erfahrung als Schauspieler, vor allem aber als
Regieassistenten gesammelt haben. Da wir in erster Linie englische
Stücke
aufführen, müssen auch die Regisseure sehr gut Englisch
sprechen.
Regieassistenz
Hier bestätigen sich alle Vorurteile: Regieassistenten sind
'Mädchen für
Alles'. Sie führen das Regiebuch, erstellen zusammen mit der Regie
den
Probenplan - jede Woche ein organisatorische Höchstleistung! Sie
sind es,
die hinter säumigen Schauspielern hertelefonieren und ja - sie
kochen
bisweilen Kaffee. Auch diese Aufgabe ist also zeitaufwendig, doch sie
eröffnet die Chance, den Regisseuren auf die Finger zu schauen und
die
Arbeitsweise und Struktur der Gruppe aus nächster Nähe kennen
zu lernen.
Souffleuse/Souffleur
Allabendlich flößt er/sie den Schauspielern durch
bloße Anwesenheit Mut ein.
Vor den Aufführungen sollte sie bei möglichst vielen Proben
dabei sein, denn
es lässt sich besser proben, wenn immer jemand da ist, die sofort
die
richtige Textstelle findet. Außerdem ist es absolut notwendig,
dass die/der
Souffleuse/Souffleur einen Hänger von einer beabsichtigten Pause
unterscheiden kann.
Bühnenbild
Hier ist in erster Linie Improvisationstalent und handwerkliches
Geschick
gefordert. Zunächst gilt es, das Audimax in eine Theaterbühne
zu verwandeln.
Mit unserem Budget können wir dabei natürlich keine
technischen und
ästhetischen Wunder vollbringen. Doch mit Einfallsreichtum und
zuweilen ein
paar Leihgaben aus Hamburger Theatern entsteht für die
Aufführungszeit eine
neue Welt im größten Hörsaal der Universität.
Kostüme
Auch für das Besorgen der Kostüme ist vor allem
Improvisationstalent
erforderlich. Man muss nicht unbedingt nähen können - obwohl
das natürlich
sehr hilfreich ist. Wichtiger ist es, die Wünsche und
Vorstellungen der
Regie umsetzen zu können, wenn man im Kostümfundus eines
Theaters steht.
Maske
Wenn man sie mit 1000 Watt Scheinwerfern anstrahlt, kann noch die
glatteste
Haut aussehen wie ein Streuselkuchen. Daher müssen alle
Schauspieler ein
Make-up bekommen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch
diverse
Anforderungen vom Bärte kleben übers Perückenkämmen
bis zum Aufschminken von
Säufernasen und lebensgefährlichen Wunden.
Requisite
Die Mitarbeiter der Requisite müssen erfinderisch sein und in
Privathaushalten herumwühlen, um die sonderbarsten
Gegenstände ausfindig zu
machen und gegebenenfalls zweckzuentfremden. So kann man aus einem
halbierten Globus eine Warmhaltehaube für ein Dinner und aus einem
Besenstiel den Stab eines Zeremonienmeisters machen. Zu den
Aufführungen
kaufen sie Speisen und Getränke (wenn auf der Bühne gegessen
wird) und
sorgen hinter der Bühne dafür, dass sie zur rechten Zeit am
rechen Ort sind.
Die Inspizienz
managt den Ablauf der Aufführungen ab den Hauptproben. Dazu muss
der
Inspizient die Technik koordinieren, den Plan für die Umbauten
zwischen den
Szenen erstellen, die Bühne für die Aufführung
vorbereiten und dafür sorgen,
dass die Schauspieler ihre Auftritte nicht versäumen. Um alle
technischen
und menschlichen Notfälle hinter der Bühne während der
Show kümmert sich der
Inspizient.
Licht
Das Licht hat ein ähnliches Problem wie das Bühnenbild: Es
gilt, im
Audimax einen
Bühnenraum zu schaffen. Dafür müssen zunächst die
Scheinwerfer geliehen, aufgebaut
und eingerichtet werden. Danach werden Lichtstimmungen entwickelt, die
das
Gesamtkonzept unterstützen. Und zu guter Letzt braucht man
allabendlich
einen Beleuchter, der die Show "fährt" und im Audimax den
Überblick
behält.
Ton
Abhängig von der jeweiligen Inszenierung benötigen wir mal
mehr, mal weniger
komplizierte Toneffekte, mindestens aber Einlass-, Umbau- und
Pausenmusik.
Auch hier will die Technik aufgebaut und während der Shows bedient
werden,
oft in Zusammenarbeit mit Inspizienz und Licht.
Housemanagement/Vorderhaus
300 Zuschauer pro Abend wollen Karten kaufen, in den Saal eingelassen
werden
und natürlich ein paar Bier oder Colas trinken. Das
Housemanagement regelt
alles, was im Vorderhaus passiert, weist jeden Abend neue Helfer beim
Kartenabreißen und dem Getränkeverkauf ein und kümmert
sich nebenbei noch um
Problemfälle aus dem Saal (bellende Hunde?) und hinter der
Bühne (blaue
Flecken, die ein Coolpack benötigen).
Public Relations
Dies ist ein breit gestreutes Aufgabenfeld. Wir versenden
Vorankündigungen
und Programmzeitungen an alle Hamburger Gymnasien und versuchen,
Zeitungen,
Radiosender und Fernsehanstalten dazu zu bewegen, über uns zu
berichten. Wir
lassen Plakate drucken und hängen sie auf. Wir verteilen
Handzettel und an
besonders optimistischen Tagen suchen wir nach Sponsoren.
Außerdem finden
wir Anzeigenkunden für unsere Programmzeitung.
Die Programmzeitung
ist ein aufwendiges Produkt, in dem Artikel das Stück aus den
verschiedensten Perspektiven beleuchten. Die Chefredaktion behält
den
Überblick über die zu schreibenden Artikel und nimmt - wenn
nötig -
inhaltliche und formale Korrekturen vor, überwacht das Layout und
behält
einen kühlen Kopf. Und auch ein verspäteter Redakteur wird
zuweilen mal
angemahnt.
Redakteure
schreiben die Artikel. Hierbei sollen natürlich keine kleinen
Doktorarbeiten
entstehen, sondern gut lesbare, interessante Artikel mit
unterschiedlichem
Anspruch an Wissenschaftlichkeit. Hilfreich ist es, wenn aus der Gruppe
der
Redakteure auch ein paar Korrekturleser gewonnen werden können.
Layout
Früher mal Pagemaker, inzwischen Freehand ist unabdingbar, um Text
und
Illustrationen ansprechend auf die etwa 40 Seiten der Zeitung zu
verteilen.
Auch ist das Layout der Zeitung durchaus keine "heilige Kuh", sondern
darf
von innovativen neuen Layoutern auch verändert werden. Wer bereits
mit einem
Graphikprogramm umgehen kann ist herzlich willkommen, seine Kenntnisse
hier
einzubringen.
Die Produktionsleitung
dient der Koordination all dieser Aktivitäten. Sie ist
verantwortlich für
das Budget, den Kontakt mit der Bürokratie der Universität
und behält den
Überblick über das unvermeidliche Chaos. Eine tröstende
Tasse Kaffee zu
kochen und ein offenes Ohr für die Probleme aller Beteiligten zu
haben ist
jedoch ebenso wichtig wie die organisatorischen Fähigkeiten, die
in dem Job
gefragt sind.
Produktionsassistenz
Wenn die Regieassistenz 'Mädchen für Alles' ist, dann ist die
Produktionsassistenz 'Mädchen für alles Andere'. Allerdings
lässt sich hier
der Zeitaufwand wesentlich freier einteilen. Sie/er hilft bei der
Koordination und hat daher Kontakt zu allen Beteiligten. Es fallen
Büroarbeiten an und wünschenswert wäre die
Fähigkeit, selbständig Aufgaben
zu erfassen und auszufüllen. Auch Computerkenntnisse sind dieser
Tage
unabdingbar.
Ganz allgemein kann man sagen, dass Flexibilität und Teamgeist
für alle Jobs
wichtig sind. Die obigen Beschreibungen können ohnehin bestenfalls
eine
oberflächliche Orientierung bieten, denn jedes Stück bringt
unvorhergesehene
Probleme und Möglichkeiten mit sich.
Dabei sein ist alles. |