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Die Vorstellung, es könnte bald Werbeblöcke in Vorlesungen und Seminaren geben - die Veranstaltung zum Thema Ernährung von Neugeborenen und Kleinkindern wird gesponsert durch Nestlé, die Firma, die das Leben süßer macht - erscheint zwar unglaublich, aber wer würde darauf wetten, daß so was niemals kommen wird? Nur Leute, die auch glauben, eine rot-grüne Regierung führt niemals Studiengebühren ein - vernünftige Menschen rechnen mit dem Schlimmsten.
Die Zerstörung des Sozialstaats wird auch von Rot-Grün munter vorangetrieben. Im Bereich Bildung sind die Reste der Reformansätze für Chancengleichheit und "Bildung für alle" fast spurlos verschwunden.
Doch es ist nicht zu spät. Noch ist Zeit, sich an der Auseinandersetzung um die Zukunft dieser Gesellschaft zu beteiligen. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob Rot-Grün nur alter Wein in alten Säcken ist, oder doch noch eine Möglichkeit für außerparlamentarische soziale Bewegungen, Einfluß auf die Gestaltung unserer Gesellschaft zu nehmen. Und ein Teil dieser sozialen Bewegung muß der AStA der Uni Hamburg werden.
LSD ist
anders
Die LSD - Liste Sozialistischer DemokratInnen ist ein Bündnis aus hochschulpolitisch aktiven Linken aus SPD, PDS, Jusos, Fachschaftsaktiven und anderen hochschulpolitisch Engagierten. Sie versteht sich nicht als "Nachwuchsorganisation" einer Partei. Die LSD ist der Versuch, die Zersplitterung der hochschulpolitisch engagierten Linken zu beenden und linke Politik für Studierende zu betreiben. Nur gemeinsam haben wir eine Chance, erfolgreich für eine soziale und solidarische Gesellschaft zu kämpfen, für Chancengleichheit und Gleichberechtigung aller Menschen und nicht zuletzt für die gerechte Umverteilung finanzieller Mittel von oben nach unten.
Ohne daß man weiß, was man erreichen will, kann man nicht sinnvoll handeln.Denn nur wer sein Ziel kennt, weiß, welche Richtung die richtige ist. Deshalb ist theoretische politische Positionsbildung notwendige Voraussetzung für sinnvolle praktische politische Arbeit. Doch ewige Diskussion ohne Aktion ist sinnlos. Wenn praktische Politik nur aus Verfassen der ewig gleichen Resolutionen besteht, dann ist sie Verschwendung von Lebenszeit und hilft schließlich nur dem politischen Gegner. Die LSD als Gruppe steht deshalb für klare sozialistische Positionen UND für praktizierte sozialistische Reformpolitik. Und das nicht nur innerhalb der Uni. Nur durch Beteiligung an gesellschaftlichen Auseinandersetzungen kann die Welt, kann unser Leben verändert werden.
LSD
will darum Deine Stimme:
Hochschulpolitik
Auch rot-grüne Hochschulpolitik steht bisher ausschließlich unter dem Einfluß der Wirtschaft. Effizienz und Kostenersparnis statt kritischer Wissenschaft und Freiheit der Lehre und Forschung heißt die Parole. Private Hochschulen für Leute mit Geld, wie das "International Center for Graduate Studies" und die "Private Law School" schießen wie Pilze aus dem Boden, seit die Hamburger Wissenschaftsbehörde in Händen der Grünen ist. Wir fordern, Schluß damit!
Niemand darf aufgrund seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner Herkunft, seiner Staatsangehörigkeit oder weil er/sie wegen einer sog. "Behinderung" nicht dem "Normmenschen" entspricht, diskriminiert werden. Die LSD arbeitet beispielsweise für die Abschaffung der sog. Bevorrechtigungsregelung, die es ausländischen Studierenden fast unmöglich macht, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen und für die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf behindertengerechte Einrichtung der Hochschulen.
Ökologiepolitik
Praktische umweltpolitische Vorhaben vor Ort sind wichtig. Doch wer sich unter Ökologiepolitik nur Campus-Begrünung und viele Sonnenkollektoren vorstellt, sieht die unvermeidlichen Folgen einer auf Ausbeutung ausgerichteten Wirtschaftsordnung nicht. Nur eine nachhaltige und globale Veränderung der wirtschaftlichen Grundstruktur kann die drohende ökologische Katastrophe verhindern.