|
Oder: schwarz-grün soll mein AStA sein, schwarz-grün bin auch ich |
Wenn grüne Landwirtschaftspolitik genauso erfolgreich wird, wie grüne Atompolitik, torkeln in 30 Jahren nur noch verrückte Kühe über die Weiden. Ob BSE oder radioaktive Strahlung eines kurz vor Ende der „Restlaufzeit“ geplatzten Atomreaktors das Hirn zerschoss, ist dabei nebensächlich. Aber Hirnerweichung ist nicht nur ein Problem bei Rindern. Man schaue sich nur die grüne Jugend an. Obwohl sie weder eine Überdosis Rindfleisch zu sich genommen hat, noch zu viele Prione zum Nachtisch, leidet ihre Politik immer häufiger an mentaler Verflüssigung. Der Grund scheint das zu häufige Schnüffeln am CDU-Nachwuchs RCDS zu sein.Die gemeinsame grün-schwarze Initiative, durch eine 2,5%-Sperrklausel bei der Wahl zum Studierendenparlament kleine, kritische Listen aus dem Parlament herauszuhalten, war nur der erste Probelauf für den grün-schwarzen AStA ab April. In den Flugblättern der Grünen Hochschulgruppe (GHG) kommen nur linke Gruppen zu der Ehre, als „verrückt, „destruktiv“ oder „politikunfähig“ beschimpft zu werden. Die zukünftigen rechten Bündnispartner werden netter behandelt.
Die Grünen stört dabei weder, dass der RCDS eine Zusammenrottung von Burschenschaftlern ist, noch dass die Nachwuchs-Kohls und -Merkels das Semesterticket abschaffen wollen. So schlimm finden die meisten Grünen Burschenschaften nicht und die Zustimmung zum Semesterticket wird man dem RCDS schon mit Geldern des AStA abkaufen können. Eine AStA-Party nur für Juristen, BWLer und Oberstufenschülerinnen würde den RCDS seine Kritik am Ticket schon vergessen lassen. Konservative sind meist billig zu haben. Und für einen Grün/CDU-AStA wird es der GHG ein Vergnügen sein, die einzige weitere Forderung des RCDS zu erfüllen, nämlich die teilautonomen Referate im AStA abzuschaffen. AusländerInnen, Frauen, Lesben, Schwule und (andere) Behinderte sind für die Grünen schließlich nur Grüppchen, die seit Jahren die ökologische Idylle im AStA stören. Die teilautonomen Referate wollen nämlich keinen AStA, für den Politik das Veranstalten von teuren Partys für Juristen bedeutet, sondern einen AStA, der Politik gegen Ausgrenzung und Unterdrückung be- und vorantreibt. Ein AStA, der nicht mit, sondern gegen Burschenschaften handelt. Ein AStA, der die staatliche Universität verteidigt, statt mit der CDU an der Umwandlung in Privat-Unis zu arbeiten.
Bei der Wahl zum Studierendenparlament geht es um eine ganze Menge. Wer einen grün-schwarzen AStA verhindern will, sollte sein Kreuz an der richtigen Stelle machen.