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„Wenn der Mensch
von den Umständen
gebildet wird, so muß
man die Umstände
menschlich bilden.“

Karl Marx/Friedrich Engels,
„Die heilige Familie“
1844/45, MEW 2, S.138.

„Freiheit“?
Wessen Freiheit?

„Seit der Weltfinanzkrise kennt die deutsche Wirtschaft nur eine Richtung: nach oben. Der Boom wird den von der Regierung bestellten »Wirtschaftsweisen« inzwischen sogar unheimlich; sie warnen in ihrem jüngsten Gutachten vor einer Überhitzung – und vor einer weiteren Ausweitung der Sozialleistungen.“

Holger Steltzner, „Wirtschaftswunderland“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 15.11.’17.

 

„Umverteilungspolitik. Von unten nach oben
Etliche Male wurden doktringetreue Steuerausfälle eher dadurch ausgeglichen, dass panisch Investitionsgelder gekürzt wurden (oft noch mitten in Rezessionen, was alles nur noch schlimmer machte). Oder dadurch, dass stattdessen andere Steuern angehoben wurden – auf Leute, die halt nicht mal schnell ins Ausland fliehen oder ein Konto auf den Kaimaninseln eröffnen können (da fährt ja kein ÖPNV hin).“

Thomas Fricke, „Steueroasen/Dieses Paradies ist die Hölle auf Erden“, „SPIEGELONLINE“, 10.11.’17.

Die „Freiheit”, die in den „Panama-Papers“ oder den „Paradise-Papers“ belegt zum Ausdruck kommt, bedeutet: fehlende Einnahmen für die öffentliche Hand (Bildung, Kultur, Soziales, Gesundheit, Infrastruktur), keine bedarfsgerechten Einkommen (Würde, Kultur und Massenkaufkraft) und Spekulationsvolumina in mehrfacher Billionenhöhe.

Es besteht die Freiheit, dies zu ändern. Für ein (weltweit) menschenwürdiges Leben.

Der Mensch ist vielfältig und will sich – sozial, politisch und kulturell – verwirklichen.

Das gilt in Hochschule und Gesellschaft. Das sei gesagt und getan.

So kooperieren wir mit anderen fortschrittlichen Gruppierungen in den Gremien der studentischen Interessenvertretung, in der Akademischen Selbstverwaltung und in außerparlamentarischen Bewegungen: in Fachschaftsräten, in der Fachschaftsrätekonferenz, im Studierendenparlament, im Akademischen Senat, in Fakultätsräten, in der Friedensbewegung, in Bündnissen gegen Neofaschismus, in Aktivitäten gegen Sozialabbau. Wir sind bundesweit als Gründungsmitglied im Hochschulgruppenverband Die Linke.SDS organisiert.

Dieses Engagement ist uns alltägliche und sehr menschliche Angelegenheit. Allseitige Emanzipation als erstes Bedürfnis. Dem sollte sich auf Dauer niemand entziehen.

„Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?“

Bertolt Brecht, „Lob der Dialektik“, 1934.

Jakobinersperling