Wahlen 2017/18

Im Dezember 2017 findet die Briefwahl, in der Woche vom 15. bis 19. Januar 2018 die Urnenwahl zum Studierendenparlament statt.
Bei der Wahl zum Akademischen Senat ist nur Briefwahl möglich. Die Wahlunterlagen werden Euch inklusive eines freigemachten Rückumschlags von der Universität zugeschickt. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 17.1.2018, 14 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein. Das Wahlamt befindet sich im Mittelweg 177, Raum S 4061 / S 4058, 20148 Hamburg.

Wahlen zum Studierendenparlament

Die Liste Links kandidiert als Liste Nr. 14 (per Auslosung festgestellt).

Zum wirklichen Nutzen der Wissenschaft
Eine nachdrückliche Bestimmung
Lange Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlzeitung)
„Freiheit“?
Wessen Freiheit?
Kurze Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlbroschüre)
Erläuterungen zum StuPa und zum Wahlprozedere

Wahlen zum Akademischen Senat

Für die Wahlen zum Akademischen Senat kandidieren wir im
Bündnis für Aufklärung und Emanzipation! (BAE!), Liste Nr. 1
Erläuterungen zum Wahlprozedere (Seite der Uni)

Wahlen zum Studierendenparlament

Lange Selbstdarstellung (aus der StuPa-Wahlzeitung)

Zum wirklichen Nutzen der Wissenschaft
Eine nachdrückliche Bestimmung

„Autoritäten ungestraft hinterfragen zu können, das war einmal ein wesentliches Ziel der Erziehung, während heute die systemkonforme Optimierung des Individuums als höchstes Ideal des menschlichen Lebens propagiert wird.“

Nils Minkmar, „Die böse Unantastbarkeit“, „SPIEGEL“ Nr. 47/2017, S. 133.

 

„Wissenschaft ist die gemeinsame Anstrengung von Menschen, das Verhältnis aller Menschen zur natürlichen und sozialen Welt zum Zweck der vernünftigen Einrichtung der Menschheit unter die Form universaler Rationalität zu bringen. Anders gewendet: Wissenschaft wird als solidarische Bemühung von Menschen in methodisch ausgewiesener und zielbewußter Erkenntnisarbeit gegen die Irrationalität der natürlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse unternommen, damit die Erde als der einheitlich gemeinsame Lebensraum einer brüderlichen Menschheit in Frieden bewohnt und mit Vernunft genutzt wird.“

Johannes Berger, Peter Fischer-Appelt, „Kreuznacher Hochschulkonzept. Reformziele der Bundesassistentenkonferenz“, Bonn 1968, zitiert nach: Peter Fischer-Appelt, „Die Universität als Kunstwerk“, Berlin/Hamburg 2012, S. 25.

Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren

Wir befinden uns in einer Umbruchphase von entscheidender Bedeutung: In der Veranstaltung „›Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren‹ Studentenproteste in Hamburg 1967“ am 9.11.’17 im Audimax war vor und im Auditorium mit 1.000 Leuten nicht nur von der spektakulären Aktion (siehe Bild), der Studienreform (von der Ordinarienuniversität zur Gruppenuni), dem Antifaschismus und den Protesten gegen den Vietnamkrieg sowie der sozialen Öffnung der Hochschulen, sondern auch von der neuen Sinn- und Zwecksetzung der Wissenschaften die engagierte Rede.

In einem Schlußbeitrag zur Diskussion erinnerte Peter Fischer-Appelt (Hamburger Uni-Präsident von 1969-1991) daran, daß die tiefgreifende Reformbewegung, die in den 1960er Jahren begann, zu einem neuen gesellschaftlichen Verantwortungsbewußtsein der Wissenschaften geführt hat, welches auch die relativ gleichberechtigte Teilnahme aller Hochschulmitglieder an der Selbstverwaltung der Hochschulen einschloss.

Mit positivem Bezug auf diese Universitätsentwicklung und Gesellschaftsgeschichte wird unsererseits eine „Renaissance von 68“ befürwortet und angestrebt.

Frans Masereel, 1889 – 1972

Nach den negativen neoliberalen Formierungen der Hochschulen (Bachelor/Master, Hochschulmanagement, Wirtschaftskonformität der Wissenschaften sowie fortgesetzte Unterfinanzierung) stehen – schon teilweise begonnene – positive Veränderungen (Studienreform, Bildung von Zusammenhang, bedarfsgerechte Finanzierung vs. „Schuldenbremse“, gesellschaftlich verantwortliche Wissenschaften sowie eine Revitalisierung von akademischer Selbstverwaltung und studentischer Interessenvertretung) auf der Tagesordnung. Dazu gehört ebenso die Neu-Bildung eines aufgeklärten und emanzipatorischen Menschenverständnisses, das die eigene bzw. gemeinsame Orientierung für die leidenschaftlich rationale Entwicklung einer sinnvoll kooperierenden Persönlichkeit in kulturschaffender Praxis zum Inhalt hat. Der Mensch ist ein gesellschaftliches – d.h. auch: soziales, kulturelles und politisches – Wesen, das die Grenzen der „Selbstoptimierung“ heiter umwerfen und verlassen kann.

Dazu ein bedenkenswertes Paradoxon:

„Der Psychoanalytiker wird arbeitslos, wenn der Patient Arbeit bekommt. Für den Armen ist das ein fast unlösbares Problem. Wenn er nicht verdient, braucht er Psychoanalyse, kann sie aber nicht erschwingen. Wenn er verdient und sie erschwingen kann, braucht er sie nicht mehr.“

Bertolt Brecht, „Briefe an einen erwachsenen Amerikaner / 3. Zwei Wissenschaften“, etwa 1946.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind menschlich zu gestalten. Dies gilt auch für die Wahlen zur studentischen Interessenvertretung und zur akademischen Selbstverwaltung.

http://www.ListeLinks.de

Wahlen zum Studierendenparlament:

Das Studierendenparlament ist das höchste Organ der studentischen Interessenvertretung. Hier werden wesentliche hochschul- und wissenschaftspolitische Fragen diskutiert, grundsätzliche Beschlüsse zu Orientierung und Aktivitäten der Verfaßten Studierendenschaft gefaßt, sowie der Allgemeine StudierendenAusschuß (AStA) gewählt. Die 47 Parlamentarier werden per Listenwahl gewählt.

Die Stimmen können in der Woche vom 15.-19. Januar 2018 bei den dann aufgestellten Urnen abgegeben werden. Diese befinden sich in den Fachbereichen und im StuPa-Präsidium (im AStA-Trakt). Auskunft zur Urne in einem bestimmten Fachbereich kann der dortige Fachschaftsrat geben. An den Urnen sind auch die Wahlzeitungen mit den Selbstdarstellungen der verschiedenen kandidierenden Listen zu erhalten.

Im Dezember 2017 besteht außerdem die Möglichkeit, eine Briefwahlstimme abzugeben, für die an alle Studierenden entsprechende Unterlagen verschickt werden. Diese Unterlagen sind für die Urnenwahl nicht nötig, sondern nur der Studierendenausweis. Um sicherzustellen, daß sein/ihr Brief tatsächlich als gültige Stimmabgabe registriert wurde, sollte, wer schon per Brief gewählt hat, dies an einer Urne oder im StuPa-Präsidium überprüfen lassen.

Jakobinersperling