Wahlen 2016/17

Im Dezember 2016 findet die Briefwahl, in der Woche vom 16. bis 20. Januar 2017 die Urnenwahl zum Studierendenparlament statt.
Bei der Wahl zum Akademischen Senat ist nur Briefwahl möglich. Die Wahlunterlagen werden Euch inklusive eines freigemachten Rückumschlags von der Universität zugeschickt. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 17.1.2017, 14 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein. Das Wahlamt befindet sich im Mittelweg 177, Raum S 4058, 20148 Hamburg.

Wahlen zum Studierendenparlament

Die Liste Links kandidiert als Liste Nr. 12 (per Auslosung festgestellt).

Wahrheit, Wissenschaft, Gesellschaft und Persönlichkeit
Ein lebendiger Zusammenhang
Lange Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlzeitung)
Offen gesagt
oder
Wie Wir wahrhaft wirken
Kurze Selbstdarstellung
(aus der StuPa-Wahlbroschüre)
The good, the bad, and the ugly...
Wir und die anderen

Sortierende Anmerkungen zu allen kandidierenden Listen
Die Kandidierenden zur StuPa-Wahl
Ist der reaktionäre Trend gestoppt?
Zur Perspektive
1. Zeitung zu den Studierendenparlamentswahlen
Weltmacht? Nein Danke!
Für Abrüstung, Völkerverständigung und soziale Entwicklung.
2. Zeitung zu den Studierendenparlamentswahlen
Wahrheit als Macht
Wider die Lüge
3. Zeitung zu den Studierendenparlamentswahlen
Die Plakate zur StuPa-Wahl
Erläuterungen zum StuPa und zum Wahlprozedere

Wahlen zum Akademischen Senat

Für die Wahlen zum Akademischen Senat kandidieren wir im
Bündnis für Aufklärung und Emanzipation! (BAE!), Liste Nr. 1
Progression durch orientierte Zusammenarbeit
Das (BAE!) – Liste 1 bei der Wahl zum Akademischen Senat
Programmatisches zur Wahl des Akademischen Senats
Erläuterungen zum Wahlprozedere (Seite der Uni)

Wahlen zum Studierendenparlament

Lange Selbstdarstellung (aus der StuPa-Wahlzeitung)

Wahrheit, Wissenschaft, Gesellschaft und Persönlichkeit?
Ein lebendiger Zusammenhang

„Wissenschaft ist kein Amt oder eine Karriere, sie ist eine Leidenschaft: die Bereitschaft, systematisch durch Experiment und Beobachtung die Zusammenhänge der Welt zu erfassen, diese Erkenntnis zu nutzen und sie immer wieder zu hinterfragen. Die Populisten verachten dieses systematisch aufgeklärte Denken; offenbar haben sie wenig zu befürchten, wenn sie die Erfolge der Impfmedizin oder die Wahrheit über den Klimawandel leugnen. Mehrheiten lassen sich auch durch Banalisierungen organisieren, wenn Volksverdummung zum Programm wird. (...) Den Wissenschaftlern fehlt offenbar etwas, das die Populisten für sich instrumentalisieren: der Anschein von Nähe und Einfachheit, ein radikales Problembewusstsein.“

Joachim Müller-Jung, „Die weltentrückten Wissenschaftler“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), 26.11.'16, S. 1 (Leitkommentar).

 

„Despoten haben eine Heidenangst vor der Wahrheit. Wenn man die Wahrheit als das kostbare Gut hütet, das sie ist, hat man die beste Waffe gegen den Despoten in der Hand. Er kann alles verkraften, nur nicht die Wahrheit. Das dürfen wir nie vergessen. Früher oder später macht die Wahrheit uns frei.“

Erica Jong, „Superdaddy * Wutausbruch * Donald Trump und seine Entourage zwingen uns, längst ausgefochtene Kämpfe wieder aufzunehmen“, „SPIEGEL“, Nr. 48/2016, S. 23.

 

„Der Psychoanalytiker wird arbeitslos, wenn der Patient Arbeit bekommt. Für die Armen ist das ein fast unlösbares Problem. Wenn er nicht verdient, braucht er Psychoanalyse, kann sie aber nicht erschwingen. Wenn er verdient, braucht er sie nicht mehr. Eine Art Lösung wäre es, wenn er, solange er Arbeit hat, in eine Kasse zahlte, aus der er, wenn er arbeitslos wird, eine Behandlung finanziert bekäme.“

Bertolt Brecht, „Briefe an einen erwachsenen Amerikaner“, „3. Zwei Wissenschaften“, etwa 1946.

Der Kommentator der „FAZ“ ist teilweise auf dem richtigen Weg: Er plädiert gegen den aufpeitschenden Trumpismus für eine auf Fakten und Erkenntniswillen basierte Wissenschaft. (Die Probleme des Krieges und der sozialen Ungleichheit werden hier allerdings von der „Zeitung für Deutschland“ geflissentlich ausgelassen.)

Erica Jong setzt sich angesichts des Reaktionärs für Demokratie, Gleichberechtigung, Freiheit, Toleranz und den Wert der Wahrheit ein.

Bertolt Brecht, im US-amerikanischen Exil, weist schon in der positiven Roosevelt-Ära (1933-1945) darauf hin, daß der ausgeprägten sozialen Ungleichheit wenigstens mit einer öffentlichen Gesundheitsversorgung zu begegnen sei.

Bemerkenswert ist, daß in allen drei Fällen der direkte Zusammenhang von Wahrheitsfindung und der Entwicklung des Allgemeinwohls – realitätsnah – hergestellt wird – entgegen den wüsten Behauptungen, Lügen, Verunglimpfungen und Vorurteilen eines extrem konservativen Milliardärs, der diese menschenfeindlichen Auffassungen in Regierungspolitik ummünzen will.

Somit wird die gesellschaftliche Bedeutung von Aufklärung, Bildung und Wissenschaften für eine friedliche, sozial gerechte, demokratische und kultivierte Gesellschaft deutlich: Auch der Psychoanalytiker kann, mit seinen Patienten, für eine bedarfsgerechte öffentliche Gesundheitsversorgung sowie für sinnvolle Arbeit für Alle sorgen und daran arbeiten, daß seine Analyse dazu beiträgt, daß niemand mit einem individuellen „Schuldkomplex“ wegen seiner Erwerbslosigkeit herumläuft – sie ist kein Buckel, der wegtherapiert gehört, sondern ein strukturelles Problem, zu deren Lösung die allermeisten beitragen können.

Auf diese Weise sollten alle Wissenschaften verantwortlich dafür wirken, daß die menschliche Würde durch Gerechtigkeit, soziale Progression bzw. durch die Überwindung von Gewalt, Not und Elend mit möglichst Vielen gesellschaftlich realisiert wird.

Dieser Prozeß einer kooperativen und gesellschaftlich gestaltenden Wahrheitsfindung ist in Übereinstimmung mit der Entwicklung von mündigen Menschen bzw. souveränen Persönlichkeiten, die im Einklang sind mit (ihren) positiven kulturellen Ambitionen. In diesem Zusammenhang sind auch die Forderungen und Aktivitäten für eine bedarfsgerechte Finanzierung der Hochschulen, die Studienreform, die Ausweitung der Mitbestimmung und der bewußte Gesellschaftsbezug der Wissenschaften gemeint und unternommen. Ohne Perspektive keine Freude.

„Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben ausgefunden: daß diese Erde groß genug ist; daß sie jedem hinlänglich Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; daß diese Erde uns alle ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf Kosten des anderen leben will; und daß wir nicht nötig haben, die größere und ärmere Klasse an den Himmel zu verweisen.“

Heinrich Heine, „Die romantische Schule Drittes Buch“, 1835.

The good, the bad, and the ugly...
Wir und die anderen

Souverän und progressiv

„Ich verstehe viele Kritikpunkte an der deutschen Regierung. Es geht vermutlich den meisten Menschen in den meisten Ländern im Moment ähnlich. Sie haben das Gefühl, dass die Regierung nicht ihnen dient, sondern den Interessen der Industrie, der Wirtschaft. Eventuell alleinerziehend, mit Aushilfsjobs, oder als Hebamme am Existenzminimum, als Arbeitsloser über 50 Jahre, oder als Kleinunternehmer an den Steuern erstickend.
Kaum einer kümmert sich um ihre Probleme und der Hinweis, dass es 40 Prozent der Menschheit schlechter geht als ihnen, zieht nicht, denn Leiden ist immer subjektiv. Sie sitzen in Deutschland, sie sehen die Ackermanns und andere CEOs mit den Geldern der Bürger Unternehmen retten und wer rettet sie?“

Sibylle Berg, „Erfolg der AfD. Das kann nicht die Gesellschaft sein, von der wir träumen?“, „SPIEGELONLINE“, 26.11.'16.

 

„Einerseits sei eine Änderung der sozialen Bedingungen erforderlich, um ein entsprechendes Bildungssystem zu schaffen, und andererseits sei ein entsprechendes Bildungssystem erforderlich, um die sozialen Bedingungen ändern zu können. Deshalb müßten wir von der bestehenden Lage ausgehen.“

Karl Marx, Aufzeichnung einer Rede am 10. August 1869 vor dem Generalrat der Internationalen Arbeiterassoziation, Marx-Engels-Werke (MEW), Band 16, S. 562.

Keine autoritäre, unaufgeklärte, neoliberale, nationalistische, rassistische, stark negativ emotionale, manipulative und argumentationsfeindliche Position, Person oder Partei ist im geringsten in der Lage, eine förderliche bzw. sinn- und zweckvolle Antwort auf die Fragen und Probleme der Gegenwart zu geben.

Die fortgesetzte Studienreform geht in diesem Zusammenhang fort von der „Unternehmerischen Hochschule“, hin zu Bildung als Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung bzw. der Entwicklung mündiger Persönlichkeiten. Dieser Verwirklichung ist auch vielfach das Engagement in der Verfaßten Studierendenschaft (VS) sowie der Akademischen Selbstverwaltung gewidmet.

Wie weit, oder auch nicht, mag die folgende Charakterisierung der zum Studierendenparlament kandidierenden Listen zeigen.

Rechts (mit Prost und Seitenscheitel)

„Bier und Glühwein statt Zettelflut in den Mensen“

Der aufgeklärte Zeitgenosse hätte gedacht, die Mensen seien vorrangig zum Essen da – und auch zum Reden und zum Lesen. Die CDU-Jugend ist lieber betrunken. Als Dauerzustand ist davon abzuraten.

„RCDS/CDU-Hochschulgruppe“

Mit CampusCard und E-Learning soll „Linksaußen“ abgewählt werden. Servilität ist ein Übel, aber kein akzeptables Programm.

„Medizinerliste“

Auch hier versuchen sich CDU-Mitglieder zu verbergen. Sie kandidieren mit der denkwürdigen Forderung: „Medizinische Sprachkurse am UKE!“ Welche Sprache wird hier gesprochen?

„HWP-Liste & Offene Ausländerliste“

Die konservativen Klientelisten in diesem Bereich setzen ebenfalls auf die CampusCard. Keine Hochschulreform – das hat die ehemalige Hochschule für Wirtschaft und Politik wirklich nicht verdient.

„Liberale Hochschulgruppe (LHG)“

„Liberal ist im liberalen Sinne nicht nur liberal, sondern auch liberal.“ (Loriot)

Sie wollen die Verfaßte Studierendenschaft verschlanken, indem sie die „AStA-Zwangsgebühren“ senken. Wenn das nicht ideologisch ist!

„MIN-Liste“

„Trinkwasserspender an jedem Standort“ Viele andere ähnliche Forderungen machen deutlich, wie abgekehrt dieser Wunschzettel von Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung ist.

„Jura-Liste“

Ihre in Paragraphen aufgelisteten Forderungen sind sehr auf das Rechtshaus bzw. kleine Modifikationen der Studienbedingungen beschränkt. Ein kritischer Anspruch ist auch bei wohlwollender Lektüre nicht zu entdecken.

Bängliche Realos

„Mediziner*innen Liste“

An dieser Stelle hat sich die O.-Scholz-Jugend in weiße Kittel gekleidet. Ihr Werbezettel („WLAN in allen Hörsälen!“, „Unterstützung der Flüchtlingshilfe“) hat keine Basis auf realer eigener Tätigkeit.

„Juso HSG“

„Deine Uni ist... Open Source Philturm Wohnraum Juso-HSG“

Gott, Verstand, Alternative und Wahlergebnis bewahre!

Die Bravlinge und Folgsamen von O. Scholz bzw. Johannes Kahrs (rechte SPD) sind sehr bescheiden in ihrer knappen Konzeption. Wo oder wie ist ihr Weltbezug?

„wiwi-liste“

Ihre knappen und wenigen Versprechen heißen „Themen“. Die Campus Card ist auch dabei. Von den wirklichen Problemen und ihren Lösungsmöglichkeiten ist nicht die Rede.

Nominell links und fatalistisch

„Campus Cannabis“

Die Entkriminalisierung des Cannabiskonsums ist nicht verkehrt.

Gleichwohl kommen wir allein mit dem „Recht auf Rausch“ nicht weiter.

Zu den höheren Genüssen gehört die kultivierte Emanzipation. Das war auch „'68“ so.

„Unicorns – Undogmatische Liste“

Sie seien „Sand im Getriebe“ und „Flausch“. Frei nach „Pippi Langstrumpf“: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt...“ Daß sie – zusammen mit anderen! – wirklich für ihre Forderungen kämpfen würden, hat noch niemand gesehen.

„Alternative Linke“ („AL“)

Im Studierendenparlament arbeitet eine linke Mehrheit für die Studienreform, den Frieden und den Antifaschismus.

Die „AL“ bezeichnet dieses Engagement als „parlamentaristische Laberveranstaltung durch Wenige“.

Wilhelm II., deutscher Kaiser und König von Preußen (1888-1918), bezeichnete das damalige Parlament unter anderem als „Quasselbude“.

Das sollte zu denken geben.

Platzhalter

„GeiWi-Liste“

Diese Liste hat keine Selbstdarstellung abgegeben und will auch nicht gewählt werden. So sei es.

Linksliberal

„Die Liste“
„Die offizielle Hochschulgruppe von Die Partei“

Das sind die mit dem Kätzchen. Und satirischem Anspruch. Und relativ kooperativ.

„CampusGrün“

Der demokratische Anspruch findet Anwendung in der Studienreform, für Mitbestimmung, „für nachhaltige Entwicklung“, „für Soziale Öffnung“. Das Grün hat rote Fasern. Mit Interesse wahrgenommen.

Links

SDS* Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband

Gegen die Entfremdung im Studium, für Frieden und sozialkritisch, was den Antifaschismus einschließt. Unsere Verwandte.

Gemeinsame Liste (1) zum Akademischen Senat: Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).

harte zeiten, junge sozialisten & fachschaftsaktive

Authentische Linke in der Sozialdemokratie (!). Die soziale Progression umfaßt den Frieden und den Antifaschismus. In diesem Verständnis soll die Studienreform nachdrücklich gestaltet werden. Aus der Geschichte lernen.

Gemeinsame Liste (1) zum Akademischen Senat: Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).

Liste LINKS

Offen gesagt

Ein Begriff muß bei dem Worte sein,
Ob nah, ob fern, ob groß oder klein.

Gemeinsame Liste (1) zum Akademischen Senat: Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!).

Die Kandidierenden

Die Plakate zur StuPa-Wahl

„Mit dem Gegensatz der Klassen im Innern der Nation fällt die feindliche Stellung der Nationen gegeneinander.“ Karl Marx / Friedrich Engels, „Manifest der Kommunistischen Partei“ (1848), Marx-Engels-Werke (MEW), Band 4, S. 479. „ Volksherrschaft bedeutet Herrschaft der Argumente.“ Bertolt Brecht, „Me-ti Buch der Wendungen“, entstanden in den 1930er Jahren des Exils.
Download als PDF Download als PDF
Bücher

„Wenn der Mensch
von den Umständen
gebildet wird, so muß
man die Umstände
menschlich bilden.“

Karl Marx/Friedrich Engels,
„Die heilige Familie“
1844/45, MEW 2, S.138.

Wahlen zum Studierendenparlament:

Das Studierendenparlament ist das höchste Organ der studentischen Interessenvertretung. Hier werden wesentliche hochschul- und wissenschaftspolitische Fragen diskutiert, grundsätzliche Beschlüsse zu Orientierung und Aktivitäten der Verfaßten Studierendenschaft gefaßt, sowie der Allgemeine StudierendenAusschuß (AStA) gewählt. Die 47 Parlamentarier werden per Listenwahl gewählt.

Die Stimmen können in der Woche vom 16.-20. Januar 2017 bei den dann aufgestellten Urnen abgegeben werden. Diese befinden sich in den Fachbereichen und im StuPa-Präsidium (im AStA-Trakt). Auskunft zur Urne in einem bestimmten Fachbereich kann der dortige Fachschaftsrat geben. An den Urnen sind auch die Wahlzeitungen mit den Selbstdarstellungen der verschiedenen kandidierenden Listen zu erhalten. Von uns gibt es dazu sortierende Anmerkungen.

Im Dezember 2016 besteht außerdem die Möglichkeit, eine Briefwahlstimme abzugeben, für die an alle Studierenden entsprechende Unterlagen verschickt werden. Diese Unterlagen sind für die Urnenwahl nicht nötig, sondern nur der Studierendenausweis. Um sicherzustellen, daß sein/ihr Brief tatsächlich als gültige Stimmabgabe registriert wurde, sollte, wer schon per Brief gewählt hat, dies an einer Urne oder im StuPa-Präsidium überprüfen lassen.

Jakobinersperling