Das aktuelle Flugblatt

An dieser Stelle wird das Flugblatt publiziert, das gerade an der Universität Hamburg auf den Mensatischen verteilt wird. Im Archiv finden sich alle vorhergehenden Flugblätter.

Zum letzten Flugblatt: „Unglück“ ist kein Schicksal. Kritik hat eine eigene Kraft.

Zur Semesteranfangszeitung für das Sommersemester 2018.

Das aktuelle gemeinsame Flugblatt im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!):
„Mit solidarischem Leben füllen“ – Wer, wenn nicht wir?.

Zivile Entwicklung!
Für Abrüstung und Sozialaufbau

„Vom Irak über Libyen haben alle Interventionen »für unsere Werte« das Elend in den betreffenden Ländern erhöht, die Entstehung des IS und das Anwachsen seines Einflusses ermöglicht, den islamischen Terrorismus beflügelt und eine Flüchtlingsbewegung säkularen Ausmaßes provoziert. (...) Die EU als neuer politischer Welt-Aufpasser und -Einmischer wird unsere Sicherheit im Inneren Europas nur weiter extrem gefährden.“

Peter Gauweiler (CSU), Rechtsanwalt in München: „Alternative zum Weltuntergang“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung („FAZ“), 25.8.2018, S. 9.

 

„Gerade in diesem Jahr haben wir besonderen Anlass, den Antikriegstag als Tag des Mahnens vor den zerstörerischen Folgen des besinnungslosen Nationalismus und Faschismus zu begehen. Denn 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Das ist die unumstößliche Lehre, die wir Gewerkschaften aus den Weltkriegsschrecken des 20. Jahrhunderts gezogen haben. Dazu bekennen wir uns. Dafür steht die Gewerkschaftsbewegung in Deutschland, Europa und weltweit. (...) Zwei Prozent des BIP [Bruttoinlandsprodukt] für den Rüstungsetat – das wären allein für Deutschland weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen würden: für Investitionen in Bildung, Hochschulen, Schulen und Kitas, für den sozialen Wohnungsbau für kommunale und digitale Infrastruktur, für eine gerechte und ökologische Gestaltung der Verkehrs- und Energiewende, für eine bessere Alterssicherung und mehr soziale Sicherheit.“

„Abrüsten statt Aufrüsten!“, DGB-Aufruf zum Antikriegstag.

 

„Es geht darum, den Kapitalismus zur Rechenschaft zu ziehen, das ist ein extrem wichtiger Teil des demokratischen Prozesses.“

John Micklethwait, Chefredakteur des US-Medienkonzerns Bloomberg, im „SPIEGEL-Gespräch“, „SPIEGEL“ Nr. 35/2018, S. 70-72, hier S. 70.

Peter Gauweiler, ein konservativer Politiker, wendet sich vehement in der „Zeitung für Deutschland“ (s.o.) gegen Joschka Fischer (Grüne), der in der „Süddeutschen Zeitung“ dafür eintritt, daß die Europäische Union zur globalen militärischen Macht werden müsse. – Ein erstaunlicher Vorgang! (Gauweiler spricht sich für eine zivilisierende Welt-Rolle Europas aus.)

Der DGB ruft gemeinsam mit der Friedensbewegung zum Antikriegstag auf und plädiert für „eine gemeinsame Strategie der friedenssichernden Konflikt- und Krisenprävention“ der Europäischen Union, er fordert die Bundesregierung auf, sich dem von über 120 Staaten beschlossenen UN-Vertrag über ein Atomwaffenverbot anzuschließen und verlangt eine bessere Kontrolle von Rüstungsexporten. – Eine stimmige gesellschaftspolitische Intervention!

John Micklethwait (s.o.), nicht bekannt als Sozialist oder Pazifist, argumentiert für einen kritischen Qualitätsjournalismus und widerspricht dem „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama). – Ein Ausweis kritischen Realismus.

Alles in allem wird deutlich: Aufrüstung, Kriegseinsätze, Rüstungsexporte, Militärpropaganda und die Steigerung der ökonomischen Konkurrenz stehen der positiven Sozialentwicklung, der demokratischen Entfaltung, einem rationalen Mensch-Natur-Verhältnis, kooperativen internationalen Beziehungen und einem aufgeklärten Menschenbild diametral entgegen.

Ebenso liegt unabweisbar auf der Hand, daß die Vernunft nur durch die gemeinsame Aktivität der Vernünftigen zum Durchbruch gelangen kann: in Bildung, Politik, Medien, Kultur; in Gewerkschaften, Parteien, Initiativen und Bewegungen. Ein besseres Leben ist möglich. Dafür lohnt es sich auch, auf die Straße zu gehen – persönlich überzeugt und vielfältig assoziiert.

Frieden ist die Überwindung der strukturellen Gewalt.

Antikriegstag – 1. September 2018

12 Uhr – Kultur am Deserteursdenkmal
(U-Bahn Stephansplatz)
veranstaltet von Vereinen und Aktiven aus dem
„Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal“

14 Uhr – Demonstration
Abrüsten statt Aufrüsten! – Stopp aller Rüstungsexporte!
Atomwaffen verschrotten!

Auftakt am Deserteursdenkmal (U-Stephansplatz)
16:30: Abschluss am Besenbinderhof

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Jakobinersperling