Das aktuelle Flugblatt

An dieser Stelle wird das Flugblatt publiziert, das gerade an der Universität Hamburg auf den Mensatischen verteilt wird. Im Archiv finden sich alle vorhergehenden Flugblätter.

Zum letzten Flugblatt: Und den Menschen ein Wohlgefallen? Ein kleiner Aufruf zum Besinnen.

Zur Semesteranfangszeitung für das Wintersemester 2018/2019.

Das aktuelle gemeinsame Flugblatt im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!):
Mit Solidarität entsteht eine bessere Welt: Programmatisch für eine neue Kultur der Gesellschaft!.

Von Oben
Die Neujahrsansprache der Kanzlerin

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ein Jahr liegt hinter uns, mit Höhen und Tiefen, mit frohen und traurigen Momenten. Jedem von uns wird dazu etwas ganz Persönliches einfallen. Ich denke heute Abend vor allem an das überaus schwierige politische Jahr, das heute zu Ende geht.
Ich weiß, viele von Ihnen haben sehr mit der Bundesregierung gehadert. Erst haben wir lange gebraucht, um überhaupt eine Regierung zu bilden, und als wir sie hatten, da gab es Streit und viel Beschäftigung mit uns selbst. (...)
Deutschland wird ab morgen für zwei Jahre Mitglied im UN-Sicherheitsrat sein und sich dort für globale Lösungen einsetzen. Wir steigern unsere Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe, aber auch unsere Verteidigungsausgaben weiter.“

Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

 

„Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zeitungen erlauben; glauben, was einem Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.“

Kurt Tucholsky, „Schnipsel“, 1932.

Immerhin: Die Bundeskanzlerin hadert. Deshalb ist sie als CDU-Vorsitzende zurückgetreten, will sich nach dieser Legislaturperiode nicht mehr für dieses Amt zur Wahl stellen und ebenso keine weiteren politischen Ämter anstreben. So weit, so gut.

In den Erdaufnahmen vom All entdeckt sie: „Einerseits diese überwältigende Schönheit. Andererseits wissen wir um die Verletzlichkeit unserer Lebensgrundlagen – und zwar im umfassenden Sinne.“ Ein Blick von Oben. Ihr Glaube: „Da, wo wir an unsere Werte glauben und unsere Ideen mit Tatkraft umsetzen, da kann Neues und Gutes entstehen.“

Welche Werte, welche Worte, welche Taten, welche wirklichen Verbesserungen?

Offenkundig bleibt: Krieg schafft keinen Frieden; Rassismus (CSU, AfD & Co) bildet keine Menschenfreundlichkeit; die „Schuldenbremse“ oder die „schwarze Null“ entwickelt keine öffentlichen Einrichtungen bzw. die Infrastruktur (Gesundheit, Bildung, Kultur, alle Wege, auf denen wir uns bewegen); Lohnverzicht, prekäre Arbeitsverhältnisse und Demütigung per Gesetz (Hartz IV) sind keine menschenwürdigen Arbeits- und Sozialbedingungen oder notwendige volkswirtschaftliche Kaufkraft; der gefährliche Klimawandel läßt sich schwerlich durch Industriefreundlichkeit bekämpfen; warme Worte zum Jahreswechsel zeigen keinerlei wirkliche Lösung der drängenden Probleme.

Deshalb sind nach wie vor kritische Aufmerksamkeit (nicht ohne Humor), souveräne Meinungsbildung, so bedachte Wahlentscheidungen, eigene Aktivitäten, solidarisches Zusammenwirken, neue aufgeklärte Akzente im Alltag und eine dauerhafte Kultur der Kooperation von wachsender Bedeutung. Auf diese Weise ist Vieles neu zu entdecken und zu verwirklichen.

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Jakobinersperling