Das aktuelle Flugblatt

An dieser Stelle wird das Flugblatt publiziert, das gerade an der Universität Hamburg auf den Mensatischen verteilt wird. Im Archiv finden sich alle vorhergehenden Flugblätter.

Zum letzten Flugblatt: „Zusammenhalt in Deutschland“: Familie, Polizei und Militär. Zur Neujahrsansprache der geschäftsführenden Kanzlerin.

Zur Semesteranfangszeitung für das Wintersemester 2017/18.

Das aktuelle gemeinsame Flugblatt im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!):
Soziale Veränderung der Wirklichkeit – Ein reines Ideal?.

Visionen?
Zu Haltung, Position und Engagement für eine bessere Wirklichkeit

„Und darum geht es beim Nachdenken darüber, wie wir leben und vor allem wie wir zusammenleben wollen, beim Nachdenken also speziell über Gesellschaft und Politik – um Bedeutung, Sinn, Prinzipien, um einen Begriff des Guten und des Richtigen, um eine Reflexion dessen, was wir sind und, mehr noch, was wir sein könnten. Es geht um den Horizont und um das, was dahinter kommt.“

Georg Diez, „Uns fehlen die Träume“ (Essay), „SPIEGEL“ Nr. 2/2018, S. 116-117, hier S. 116.

 

„Eine eventuelle Koalition soll nach dem Wunsch der Beteiligten Elemente von Veränderung und Modernisierung aufweisen, um sie von ihrer zuletzt zäh laufenden Vorgängerin abzusetzen. (...) In der SPD streben beachtliche Kräfte dennoch danach, eine Regierungsbeteiligung zu vermeiden.“

Peter Carstens, „Sondierung II“, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“), 7.1.’18, S. 1.22

Eigentlich ist die „Realpolitik“ – Merkel-Raute oder TINA, „There is no alternative“ – am Ende.

„Jamaika“ ist zerbröselt, der freie Lindner hat das Weite, mit Nähe zur AfD, gesucht. Die sogenannte GroKo kann mit einer Neuauflage die real existierenden Probleme (Frieden, Soziales, gesellschaftliche Perspektive) nicht lösen. Zu groß sind, bei aller Verwandtschaft, die politischen Differenzen, insbesondere die zwischen SPD und CSU. Die SPD muß sich auf die positiven Elemente ihrer Geschichte (z.B. die Willy-Brandt-Regierung der 1970er Jahre) ernsthaft besinnen, um legitimiert respektive halbwegs souverän wirksam zu sein.

Darauf läßt sich allerdings nicht, schon gar nicht allein, warten. Die Krise verlangt eine kritische Gemeinschaft. Zur sozialen und kulturellen Wirklichkeit gehört das eigene und gemeinsame Wirken.

Das neu gewagte Engagement in Parteien, Gewerkschaften, Bewegungen und Initiativen sowie in der Interessenvertretung; die erweitert unternommene Meinungsbildung in Lektüre, Gesprächen, Diskussionen mit Mut zum Streit; ambitionierte Wahlentscheidungen und das Aufbrechen des Alltagstrotts – all dies steht vermehrt zur Entscheidung: für Alle und zu jeder sich bietenden oder zu schaffenden Gelegenheit. Man gehe dabei lediglich der eigenen und bei anderen zu bemerkenden Unzufriedenheit, aber auch „Sehnsüchten“, kritischen Impulsen sowie heiteren Distanzierungen nach. Die Gesellschaft muß besser werden, die Nebel und fahlen Inszenierungen einer vermeintlich schönen Welt sollen weichen. Wir haben es in der Hand. Wir können daran arbeiten. Erste Schritte zeigen das Wachsen von Möglichkeiten. Auch „Visionen“ können dabei hilfreich sein. Wer dem nachgeht, ist kein „Spinner“! Das sei ebenso bedacht bei allen Wahlen.

„Die Möglichkeit ist nicht die Wirklichkeit, doch auch sie ist eine Wirklichkeit: daß der Mensch eine Sache tun oder lassen kann, hat seine Bedeutung, um zu bewerten, was wirklich getan wird. Möglichkeit bedeutet »Freiheit«. Das Maß der Freiheit geht in den Begriff des Menschen ein. Daß es objektive Möglichkeiten gibt, nicht Hungers zu sterben, und daß dabei Hungers gestorben wird, hat anscheinend seine Bedeutung.“

Antonio Gramsci, „ Gefängnishefte“, Heft 10 (1932-1935), „§ 48 Einführung in das Studium der Philosophie“.

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Jakobinersperling